Die Ausstellung »Visible Champions« stellt den Status quo unserer visuellen Kultur in Deutschland in einer noch nie da gewesenen Weise dar. Die reine Aufreihung von Alltagsfotos und Unternehmensbroschüren macht deutlich, wie wenig Differenzierung in Deutschland ein Anliegen ist. Das ist nur deshalb verwunderlich, weil ein Corporate Design eben genau das zum Ziel hat: die Differenzierung vom Wettbewerb. Die Ausstellung zeigt auf plakative Weise: Sie findet nicht statt.
Die Konsequenz muss daher sein, die Corporate-Design-Methodik zu verändern: nicht äußere Differenzierung durch formale Elemente und Regeln, sondern die Beschreibung des inneren Kerns, der Identität, durch die Anwendung einer visuellen Sprache.

Erster Teil der Ausstellung Hotels, Konferenzräume, Gewerbegebäude: In diesen Umgebungen werden Unternehmensentscheidungen getroffen. Das öde Gleichmaß ist Spiegel inhaltlicher Leere, visueller Einfallslosigkeit, des Leisetretens, der Angst vor Neuem, der Abwesenheit von Lust und Experiment.

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